Interview mit einer Hauptstadtmutti

Hauptstadtmutti Isa Grütering ist Mutter zweier Söhne, lebt in Berlin, bloggt und hat grade ihr erstes Buch „Mama muss die Welt retten“ herausgebracht. Ihr Credo:

„Hauptstadtmuttis sind freaky. Hauptstadtmuttis sind elegant. Hauptstadtmuttis sind sexy, stylisch, interessant, cool, anders und etwas zum Herzeigen. Genau das machen wir mit unserem Blog. Nur weil sich plötzlich viel um Kinder, Haushalt und Familie dreht, geht das Stilbewusstsein und die Lust auf Mode nicht verloren.“

Damit repräsentiert Hauptstadtmutti die moderne, selbstbewusste und berufstätige Mutter, die sich nicht rechtfertigen muss, wenn sie sich auch mal etwas Zeit für sich selbst nimmt. Wir haben uns mit Isa unterhalten und ihr fünf Fragen gestellt.

 1. Hallo Isa! Welche Themen beschäftigen dich eigentlich am meisten?

Am meisten beschäftigt mich täglich, wie ich es schaffen kann viel zu arbeiten, ohne dass meine Kinder darunter leiden müssen. Man macht sich da als Mutter häufig unnötig Gedanken – meine Kinder sind in der Kita wunderbar aufgehoben und haben dort soviel Spaß, dass es ihnen egal ist ob ich sie um 14 oder um 15 Uhr abhole. Was mich auch beschäftigt: Ab und zu gibt’s mal Kommentare wie “naja… du arbeitest ja als Mutter auch nur Teilzeit”, was garnicht stimmt! Ich arbeite Vollzeit und kriege tatsächlich beides unter einen Hut. Von Müttern selbst gibt’s eher weniger Kritik – in Berlin und vor allem in unserer Generation ist es ja vollkommen normal, dass Mütter auch arbeitstätig sind. Das Klischee, eine „Rabenmutter“ zu sein, wenn man nicht 24 Stunden am Tag bei seinen Kindern ist, gibt es hier weitestgehend nicht mehr.

2. Was hast du als Mutter vor allem gelernt?

Die wichtigste Erkenntnis: Je organisierter der Familienalltag ist, desto entspannter sind auch die Kinder. Das scheint ihnen Struktur und Halt zu geben. Außerdem musste ich etwas zurücknehmen: Früher dachte ich immer dass Eltern, die wegen eines kranken Kindes Zuhause bleiben müssen, ja locker nebenbei von Zuhause aus arbeiten könnten. Das musste ich lernen: Wenn dein Kind krank Zuhause ist, ist nichts mit arbeiten! Das ist dann ein kompletter Full-Time-Job.

 3. Würdest du deinem Kind ein Smartphone oder Tablet in die Hand drücken? Was hältst du generell davon, dass Kinder im Internet unterwegs sind?

Meine Kinder sind mit 2 und 4 Jahren dafür einfach noch zu klein. Sobald sie in die Schule kommen, stehen sie ja ganz automatisch mit Medien in Kontakt – dass kann man dann natürlich nicht mehr verhindern. Bei kleinen Kindern habe ich das Gefühl, dass die damit noch nicht so gut umgehen können. Die kleineren werden unausgeglichen, wenn sie zu viel fernsehen. Natürlich ist gegen einen kleinen Film oder ein Spiel auf dem iPad einmal in der Woche abends nichts einzuwenden. Grundsätzlich sollte man seine Kinder aber nicht vor dem iPad parken!

4. Was denkst du als Hauptstadtmutti über Freiräume und Grenzen? Kann eine App wie Familonet die Selbstständigkeit von Kindern fördern?

Das sollte man doch sehr dem Alter anpassen. Ich bin keine sehr ängstliche Mama, ich möchte meine Kinder zur Selbstständigkeit erziehen. Wenn mein Sohn fünf wird, soll er alleine zum Bäcker gehen dürfen und mit sechs auch gerne alleine zur Schule. Bei mir war das genauso  – und das hat mir, denke ich, gut getan. Kinder sollen sich frei bewegen können und natürlich ist eine solche App dabei eine Absicherung für Eltern.

5. Sollten Kinder bezüglich Medien aufgeklärt werden oder sind sie bis zu einem gewissen Alter einfach zu jung dafür?

Ich glaube, dass Kinder eine viel bessere Lernfähigkeit haben als wir. Wenn sie mit all den Geräten und Social Media Plattformen aufwachsen, kommt die Medienkompetenz von ganz alleine. Solange Kinder aber noch nicht in der Schule sind, sollen sie auch kein Handy bekommen – finde ich. Danach lernen sie das meiner Meinung nach ganz von alleine, da sie damit großwerden. Daher mache ich mir darum wirklich keine Sorgen.

Vielen Dank, Isa!

Familonet . Hauptstadtmutti

Wenn ihr mehr von Isa Grütering und ihrer Co-Hauptstadtmutti Claudia Kahnt lesen wollt: Ihren wunderbaren Blog, in dem es vor allem um Mode, Beauty und Lifestyle für und von Müttern geht, findet ihr unter www.hauptstadtmutti.de.

(Fotocredit: Jules Villbrandt)

Familonet . Hauptstadtmutti

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