Urlaub einer Großfamilie: Ein Einblick

Mit Kind und Kegel im Urlaub mal so richtig entspannen: Das klingt (in der Theorie) großartig. Doch was, wenn das Ganze im Chaos und in Streitereien endet? Ein Einblick in den Urlaub einer Patchworkfamilie.

Rückblick ins Jahr 2004: „Es ist zwölf Uhr Mittags, das ist doch jetzt nicht euer Ernst?!“ – die Jungs liegen bei 28 Grad, strahlendem Sonnenschein, auf einer der schönsten Inseln Griechenlands: Im Bett und gucken Fernsehen. „Wir haben doch Urlaub, ist doch unsere Sache!“, so die Antwort der drei Teenager (18),  (15) und (14). „Wir haben beim Frühstück auf euch gewartet, euer Handy war auch aus, es ist herrliches Wetter – was soll das denn? Wisst ihr was – nächstes Mal könnt ihr schön Zuhause bleiben!“. Ein zu bekanntes Szenario. Tatsächlich schaffen es die drei (unter Gezeter) aus dem Bett, schleppen sich für Teenies typisch unausgeschlafen und mürrisch zum Pool, um dort im Schatten ein weiteres Nickerchen zu halten. Was die Eltern natürlich nicht wissen: gestern war’s ein bisschen später (bei mir, zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt, auch – aber ich habe mich um zehn aus dem Bett gequält).

Eine größere Interessenkluft im Urlaub als die zwischen Erwachsenen und Teenagern gibt es nicht, das ist ganz klar. Besonders toll bei einer Patchwork- und Großfamilie mit sechs Kindern mit einem Altersunterschied von 9 Jahren ist da natürlich, dass quasi irgendwer grade irgendwie pubertiert. Wenn der eine grade damit durch ist, kommen die nächsten Anwärter auf’s Pubertieren nach – wie am Fließband.

Wer bei Familienurlauben enttäuscht werden kann, sind vor allem die Eltern. Die haben seit Monaten den Traumurlaub voller Vorfreude geplant, dafür gespart und setzen riesige Erwartungen an einen wunderschönen, harmonischen Familienurlaub. Und, Hand auf’s Herz: Die Jungend hat nunmal (im Normalfall) kein Interesse an Wellness & Spa, Frühsport, Museumsbesuchen oder dem Salatbuffet. Wir wollten lieber „abhängen“, im Internetcafé sitzen, lange wachbleiben und Pommes, Eis oder Spaghetti. Heute tut es mir ein bisschen leid, denn meine Eltern brachten es dann doch nie wirklich über’s Herz, uns Zuhause zu lassen. An dieser Stelle: Danke für eure Liebe und Geduld. Entspannter für die Eltern wäre es gewesen, mal alleine wegzufahren – aber wir als Teenager hatten in solchen Urlauben die Zeit unseres Lebens.

Welche Erfahrungen habt ihr damit gesammelt? Ist es doch möglich, einen schönen Urlaub für eine Großfamilie zu gestalten? Wir sind gespannt auf eure Antworten!

Urlaub . Großfamilie

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